Binance Steuern - So einfach geht's

Binance Steuern in Deutschland – steuerliche Einordnung 2026

Beim Handel über Binance entstehen steuerlich relevante Vorgänge nicht nur durch den Verkauf von Kryptowährungen, sondern auch durch Tauschgeschäfte, Gebühren und sonstige Transaktionen, die in der Transaktionshistorie erfasst werden.

In Deutschland werden diese Vorgänge grundsätzlich als private Veräußerungsgeschäfte gemäß § 23 EStG behandelt, sofern die Haltedauer unter einem Jahr liegt oder die gesetzliche Freigrenze überschritten wird.

Binance führt keine automatische Steuerberechnung für das deutsche Finanzamt durch. Für die Steuererklärung müssen die Transaktionsdaten daher vollständig exportiert, geprüft und steuerlich korrekt aufbereitet werden.

Erfahre jetzt alles Wichtige über Binance Steuern und die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen in Deutschland in unserem Steuer-Guide: Krypto-Steuern Deutschland

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Wo finde ich den CSV-Export meiner Trades bei Binance?

Deine persönliche Binance-Transaktionshistorie kann über die Binance-Webseite https://www.binance.com/de in wenigen Schritten heruntergeladen werden:
  1. Klicke auf den Menüpunkt „Orders“  und wähle dann „Asset-Historie“ (engl. „Asset History“) aus.
  2. Klicke oben rechts auf das Export-Symbol und wähle „Transaktionsdatensätze exportieren“ (engl. „Export Transaction Records“) aus.
  3. Wähle den Zeitraum aus, für den der Export erstellt werden soll.
  4. Bei „Konto“ und „Asset“ sollte jeweils „Alle“ ausgewählt sein.

Hinweis: Leider kann jeder Export nur maximal die Historie eines Jahrs enthalten. Wenn auch in den Vorjahren auf Binance gehandelt wurde, werden diese Daten ebenfalls benötigt und es müssen mehrere Exporte erstellt werden.

Der so erstellte Binance-Kontoauszug kann anschließend zur Aufbereitung für die Steuererklärung durch tradetax hier hochgeladen werden: Zum Binance-Steuerbericht

Binance (Derivate/Futures + Earn)

Stand: 02/2026

1) Sind Gewinne aus Binance Futures (Perpetuals) in Deutschland steuerpflichtig?

Ja. Sobald du bei Binance Futures/Perpetuals Positionen schließt und Gewinne/Verluste realisierst, sind diese Vorgänge in Deutschland grundsätzlich steuerlich relevant. Zusätzlich können Funding Fees steuerlich relevant sein. Diese müssen je nach Fall als Einnahme oder Ausgabe berücksichtigt werden. Auch Liquidationen stellen steuerlich relevante Vorgänge dar.
Futures gelten als hochriskant und erzeugen oft viele Einzelbuchungen (Funding/Fees), die du vollständig dokumentieren solltest. 

2) Was zählt bei Binance als „steuerrelevanter Vorgang“ (auch ohne Auszahlung)?

Nicht nur Verkäufe. Steuerlich relevant können u. a. sein: Krypto-zu-Krypto-Tausch, realisierte Trading-Gewinne, Gebühren sowie Rewards aus Earn/Staking. 

3) Sind Binance Earn / Soft Staking / Simple Earn zu versteuern?

Erträge aus Binance Earn (z. B. Simple Earn, Staking-Varianten) sind typischerweise laufende Rewards. Diese sollten als eigene Kategorie erfasst werden (Zuflusszeitpunkt/Asset), statt sie mit Trading-Gewinnen zu vermischen. 

4) Sind Binance Earn-, Launchpool- und Staking-Rewards steuerpflichtig?

Ja. Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen über Binance unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Einkommensteuer, wenn sie innerhalb der einjährigen Haltefrist realisiert werden (§ 23 EStG).
Das gilt unabhängig davon, ob du über Binance Spot, Stablecoin-Paare oder andere Handelspaare tradest. Entscheidend ist der Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf sowie dein persönlicher Steuersatz.

5) Führt Binance Steuern automatisch ab oder erstellt eine deutsche Steuerbescheinigung?

Nein. Binance ist keine deutsche Lohn-/Kapitalertragsteuerstelle und behält keine deutsche Steuer ein. Du musst selbst dokumentieren und erklären.

6) Welche Freigrenze gilt bei privaten Krypto-Veräußerungsgewinnen?

Für private Veräußerungsgeschäfte gilt seit 01.01.2024 eine Freigrenze von 1.000 € pro Jahr (Achtung: Freigrenze, kein Freibetrag – bei Überschreiten wird i. d. R. der gesamte Gewinn steuerpflichtig). 

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