FAQ

Schnell. Einfach. Zuverlässig.

faq

tradetax wertet den des Kunden bereitgestellten Kontoauszug (Etoro-Accountstatement) steuerorientiert aus. Hierbei werden steuerliche Besonderheiten und Unterschiede von Fonds, Kryptowährungen und weiteren Vermögenswerten differenziert und unter Berücksichtigung jährlicher Regelungen ausgewertet. Als Ergebnis erhält der Kunde eine zusammenfassende Auswertung, sortiert nach steuerlichen Gesichtspunkten und unter der Angabe, in welchen Zeilen des entsprechenden Steuerformulars (KAP/ KAP_INV/ SO) die ermittelten Werte einzutragen sind.

Unser Service ist primär auf die Auswertung von Kontoauszügen privater Investoren ausgerichtet, demnach können Sonderzahlungen (z.B. PI-Zahlungen bei Popular Investors) nicht berücksichtigt werden.

Die Berechnung und Ausgabe des individuellen eToro-Steuerberichts erfolgt unmittelbar nach Kaufabschluss und wird nach eingehender Prüfung an die bei Zahlung verwendete Email-Adresse im PDF-Format gesendet. Die zur Verarbeitung bereitgestellten Kontoauszüge bzw. Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nach erfolgreichen Erstellung des Berichts unwiderruflich gelöscht.

Bei eventuellen Rückfragen oder Anregungen steht unser Support-Team zur Verfügung, sodass auch individuelle Sondervereinbarungen getroffen werden können.

Um das Account-Statement abzurufen, sind folgende Schritte im eToro Account nötig:

1) Links im Hauptmenü auf „Portfolio“ und dann auf das Uhrensymbol, um auf die Historie zuzugreifen.

2) Oben in der rechten Ecke auf das blaue Einstellungszahnrad und „Kontoauszug“ auswählen.

3) Zeitraum für den Kontoauszug auswählen und mit dem Häkchen bestätigten, um entsprechenden Kontoauszug zu erstellen (hier bitte immer das vollständige Wirtschaftsjahr auswählen).

4) Exportformat Excel (xls) auswählen.

5) Kontoauszug im Excelformat bei tradetax hochladen & tradetax Steuerbericht erhalten – schnell.einfach.zuverlässig.

Grundlage

Da die eToro Europe Ltd. ihren Sitz auf Zypern hat und es sich somit nicht um einen deutschen Broker handelt, welcher die deutsche Steuer gleich für den Kunden abführt, ist der Kunde selbst in der Verantwortung entsprechende Investments in der Steuererklärung korrekt anzugeben und eine daraus resultierende Steuerlast an das Finanzamt zu leisten.

Dabei sollte beachtet werden, dass die Vernetzung von Zentralbanken und Steuerstrafverfolgungsbehörden in Europa und im entfernten Ausland kontinuierlich fortschreitet, sodass es nicht ratsam ist, auf die Angabe der Gewinne und Verluste in der jährlich abzugebenden Einkommensteuererklärung zu verzichten. Im Falle eines Falles steht hier neben einer leichtfertigen Verkürzung auch der Tatbestand der Steuerhinterziehung zur Debatte.

Steuerliche Bewertung

Eine pauschale Antwort über die Besteuerung von eToro-Investments zu treffen ist nicht möglich. Vereinfacht dargestellt lässt sich aber festhalten, dass grundsätzlich zwei steuerliche Kerngebiete zur Anwendung kommen. 

1) persönlicher Steuersatz

Der persönliche Steuersatz findet bei der Besteuerung von Kryptowährungen Anwendung, sobald diese innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist veräußert worden sind.

2) Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer beträgt einheitlich 25% zzgl. Nebensteuern (Solidaritätszuschlag + ggf. Kirchensteuer). Unter die Abgeltungsteuer fallen nach Berücksichtigung von möglichen Fonds-Teilfreistellungen (Aktien-, Misch-, Auslands-Immobilien-, Sonstige Investmentfonds) und Anrechnungen die meisten eToro-Vermögenswerte. Für die steuerliche Berücksichtigung ist außerdem entscheidend, ob es sich um inländische bzw. ausländische Kapitalerträge handelt und ob ggf. enthaltene Verluste aus der Veräußerung von Aktien oder sonstigen Werten stammen.

Die in 2018 in kraft getretene Investmentsteuerreform zielt insbesondere auf eine Gleichbehandlung im Bezug auf die Steuerlast von Investmentfonds ab. Es gilt dem zur Folge folgende Systematik: Seit 2018 müssen Fonds auf deutsche Dividenden, Mieterträge sowie Gewinne aus dem Verkauf von deutschen Immobilien 15 % Körperschaftsteuer zahlen. Das mindert möglich Ausschüttungen an Anleger, zugleich diese weiterhin 25 % Abgeltungsteuer zzgl. Nebensteuern tragen.

Um diese Doppelbesteuerung bim Anleger abmildern zu können, kommt es je nach Fondstyp zu einer geregelten Teilfreistellung. Bei Mischfonds (mind. 25 % Aktienanteil) sind das 15 %, bei Aktienfonds (mind. 51 % Aktienanteil) sind es 30 % und bei offenen Immobilienfonds (mind. 51 % Immobilienanteil) 60 % der Erträge.

Durch eine tägliche Datensynchronisation mit eToro kann tradetax die Zusammensetzung des jeweiligen Fonds analysieren und der richtigen Fondskategorie zuordnen.

Fondsdividenden (ohne Kauf bzw. Verkauf der Fondsanteile im Auswertungsjahr) können aufgrund fehlender Informationen seitens eToro (Information wird nur bei Kauf oder Verkauf bereitgestellt) nur als CFD-Dividende ausgewiesen werden. Folglich kann die bereits beschriebene Teilfreistellung in Ausnahmefällen nicht berücksichtigt werden. – Hier zählt für uns als tradetax der Ansatz „sicher ist sicher“.

Die mit der Investmentsteuerreform eingeführte Vorabpauschale kann aufgrund fehlender jahresübergreifender Kontoauszüge nicht berücksichtigt werden.

Das Handeln mit Kryptowährungen wird steuerlich als privates Veräußerungsgeschäft eingestuft. Als Folge daraus müssen bei der Gewinnermittlung Anschaffungskosten vom Veräußerungspreis abgezogen werden. Im Zusammenhang mit dem Veräußerungsgeschäft angefallene Gebühren u.ä. Kosten können als Werbungskosten in Abzug gebracht werden. 

Bei der Betrachtung der Veräußerungsgeschäfte kommt eine Freigrenze iHv.: 600 € (§ 23 Abs. 3 S. 5 EStG) zur Anwendung. Für private Anleger bedeutet das: Sämtliche Veräußerungsgeschäfte im Kalenderjahr bis zu dieser Grenze bleiben steuerlich unberücksichtigt.

Als weitere Besonderheit von privaten Veräußerungsgeschäften findet die sog. Behaltensfrist (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 S. 1 EStG) Anwendung. Wenn Kryptowährungen innerhalb eines Jahres nach Kauf verkauft werden, wird die Steuer fällig. Nach Ablauf des Jahres zwischen Kauf und Verkauf bleibt ein Gewinn steuerfrei. 

Da diese Regelung auch für Verluste anzuwenden ist, gilt:
Kryptovermögenswerte, die an Wert verlieren und erst nach einem Jahr verkauft werden können nicht als Verluste in der Steuererklärung angegeben werden.
Durch gezieltes und terminiertes Verkaufen können steuerliche Verluste realisiert und mit bereits entstandenen Gewinnen aus privaten Veräußerungsgeschäften im entsprechenden Steuerjahr verrechnet werden.

Faustregel: Verluste sollten innerhalb der Jahresfrist und Gewinne außerhalb der Jahresfrist realisiert werden.

Staking-Belohnungen werden monatlich an Nutzer für das Halten ausgewählter Kryptowährungen (Tron & Cardano) gezahlt. Die Staking-Belohnung wird dem Nutzer in Form  von weiteren Anteilen der entsprechenden Kryptowährung gutgeschrieben. Die Höhe der Belohnungen variiert hierbei je nach eToro-Mitgliedsstufe und Kryptowährung.

Steuerliche Besonderheit

Erträge, die der Steuerpflichtige durch das Halten von Kryptowährungen erhält, sind als Einkünfte aus sonstigen Leistungen gem. § 22 Nr. 3 EStG anzugeben. Die Besteuerung erfolgt demnach nach Berücksichtigung der Freigrenze iHv. 245,-Euro mit dem persönlichen/individuellen Steuersatz.
Laut aktuellem BMF-Schreiben vom 10.05.2022 „zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung von virtuellen Währungen und von sonstigen Token“ kommt die Verlängerung der Veräußerungsfrist auf zehn Jahre nach § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Satz 4 EStG für Staking-Positionen nicht mehr zur Anwendung.

Anhaltspunkte für erhaltene Staking-Belohnungen

Jeder eToro-Nutzer erhält im Normalfall eine von eToro versendete E-Mail mit allen Informationen und einer detaillierten Berechnung der erhaltenen Staking-Belohnung. Ein weiterer Anhaltspunkt für den Erhalt von Staking-Belohnungen kann der Ausweis von regelmäßigen „Bereinigungen“ im Jahreskontoauszug sein.

Wenn Sie entsprechende Staking-Belohnungen erhalten haben, wählen Sie beim Hochladevorgang bitte die hier zu berücksichtigende Kryptowährung aus, sodass tradetax die oben beschriebenen Besonderheiten möglichst exakt in Ihrem individuellen Bericht auswerten und ausweisen kann.

tradetax bietet einen zusammengefassten Steuerbericht mit Berücksichtigung steuerlicher Besonderheiten. Neben dem Steuerbericht stellt tradetax eine Auflistung der im Zeitraum gehandelten Assets zur Verfügung. Zur Verdeutlichung und Vermeidung von Rückfragen werden hier Umrechnungskurse, Öffnungs- und Schließungsdaten und eine Zuordnung zur entsprechenden Assetkategorie vorgenommen. Die Erfahrung von tradetax zeigt, dass bei der Abgabe der Steuererklärung stets der originale Jahreskontoauszug beigefügt werden sollte. Hierdurch kann Rückfragen vorgebeugt werden bzw. die Erläuterung der entsprechenden Zusammenfassung dargestellt werden.

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